Der Turbolader
Der Turbolader
Erfindung / Entwicklung
1905 meldete der Schweizer Dr. Alfred Büchi ein Patent über
die sog. Gleichdruck- oder auch Stauaufladung an und gilt als
Erfinder des Turboladers bzw. Abgasturboladers.
Fahrzeuge
Der wirkliche Durchbruch der Abgasturboaufladung im Pkw gelang mit der
Einführung der ersten aufgeladenen Dieselmotoren im Mercedes Benz 300 SD
im Jahre 1978 und 1981 im VW Golf Turbodiesel. Mit Hilfe des Turboladers
konnten der Wirkungsgrad des Pkw-Dieselmotors erhöht und die Fahrleistungswerte
des Ottomotors annähernd erreicht werden. Zugleich wurden die
Schadstoffemissionen verringert.
Aufgabe
Der Turbomotor hat im Vergleich zu einem gleich starken Saugmotor
einen geringeren Verbrauch, da ein sonst nicht genutzter Teil der
Abgasenergie zur Leistung des Motors beiträgt. Durch den kleineren
Hubraum sind sowohl die Reibungs- und Wärmeverluste als auch der
benötigte Einbauraum und die Lärmentwicklung geringer. Das Leistungsgewicht
(kg/kw) ist deutlich niedriger und der Drehmomentverlauf kann optimiert
werden. Turbodieselmotoren können mit einem Luftüberschuss betrieben
werden, dadurch können sie schadstoffarmer und verbrauchsgünstiger
betrieben werden.
Funktionsweise
Bei der Abgasturboaufladung wird ein Teil der an sich verlorenen Abgasenergie
zum Antrieb einer Turbine genutzt. Auf der Welle der Turbine sitzt
ein Verdichter, der die Verbrennungsluft ansaugt und sie dem Motor
verdichtet zu führt. Eine mechanische Kopplung mit dem Motor besteht nicht.
Unterschied zum mechanischen Lader
Bei der mechanischen Aufladung wird die Verbrennungsluft durch einen
Kompressor vorverdichtet, der vom Motor angetrieben wird. Die erreichte
Leistungssteigerung wird dabei zum Teil durch die hohe Antriebsleistung
des Kompressors wieder aufgezehrt.